Die Basispartei zum Thema Machtbegrenzung

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Eine junge Partei formiert sich 2020 in Deutschland

 

Was kann Machtbegrenzung für eine Gesellschaft bedeuten

 

Berlin, 14. Oktober 2020. -Offiziell gestartet ist die Basisdemokratische Partei Deutschland erst vor wenigen Monaten. Basisdemokratisch sollen vier Säulen thematisch neu- und weiterentwickelt werden.

Ein Thema ist „Machtbegrenzung“. Eine freiheitliche Gesellschaft kann es nur geben, wenn Macht und

Machtstrukturen begrenzt und kontrolliert werden. Die Übertragung bzw. Übernahme von Macht er-fordert die Übernahme von Verantwortung im Sinne von Eigen- und Fremdverantwortung. Dies gilt für jeden einzelnen Menschen aber vor allem auch für die handelnden Vertreter / Sprecher / Abgeordneten (Politiker*innen) der Partei. Wir stellen uns die Frage, wie wir Verantwortung und Macht sinnvoll partei-intern und in unserer Gesellschaft verteilen können.

Zunächst einmal, was ist Macht? Von Macht ist immer dann zu sprechen, wenn es darum geht, dass jemand in der Lage ist, Andere zu veranlassen, etwas zu tun, was sie sonst nicht tun würden (Heckhausen & Heckhausen, 2010). Ein Blick hinter die psychologischen Mechanismen ist spannend und lohnt sich. Je länger Personen Macht ausüben, umso selbstverständlicher erscheint sie ihnen und umso gedankenloser nutzen sie die Vorteile und Privilegien, die ihnen Macht gewährt. Wir alle sind mögliche Opfer des Macht-Paradoxes. Es kann selbst jene treffen, die ursprünglich mit bestem Wissen und Gewissen ihre Machtpositionen nutzen wollten.

Es braucht ein tieferes Verständnis für die Wirkungsmechanismen, um die Verführungen und Fallen der Macht leichter zu erkennen.

Es wurde erforscht, wie Macht die Hirnbiologie verändert. Beispielsweise erhöht Macht den Testo- steronspiegel, was zu einer vermehrten Aufnahme des Neurotransmitters Dopamin führt, das u.a. das

Belohnungszentrum aktiviert. Als Folge steigen die Laune, die Innovationskraft, der Mut, aber auch die

Selbstbezogenheit und andere nicht immer nur vorteilhafte Persönlichkeitsaspekte. Mit dem Anstieg der Lust und Laune greifen schleichend und kaum wahrnehmbar die negativen Aspekte der Macht. Nur mit viel Reflexion, viel Wissen über die Wirkungsmechanismen der Macht und der Annahme von Feedback von außen können die positiven Aspekte der Macht weiterhin genutzt und die negativen Seiten in Schach gehalten werden.

Die Schattenseite der Macht nimmt schleichend Besitz von den Mächtigen. Zahlreiche Studien belegen das, so u.a. ein Experiment an der Universität Oxford 2012. Es konnte gezeigt werden:

□ Macht untergräbt die ausbalancierte Zusammenarbeit mit den Gruppenmitgliedern.

□ Macht reduziert die Fähigkeit zur Empathie, die Fähigkeit, sich in andere Menschen und ihre Perspektiven hineinversetzen zu können.

Jedoch kann man nicht davon ausgehen, dass die negativen Aspekte nur bei bereits auffallenden oder

schwachen Persönlichkeiten vorzufinden sind. Wissenschaftliche Studien, wie u.a. die von Oxford 2012, zeigen, dass selbst Menschen mit unauffälligen Persönlichkeitsmerkmalen bei Anstieg ihrer

Machtkompetenz zu negativen Veränderungen in ihrem Verhalten neigten.

Durch Techniken der eigenständigen Reflexion, welche durch Persönlichkeitsworkshops erlernt und vertieft werden, und durch ausführliche Feedbacks an die Führungspositionen will die Partei dieBasis diesen Tendenzen entgegenwirken.

 

Dabei sind beispielsweise folgende Fragestellungen relevant:

□ Ist Ihnen bewusst, wie die Macht, die Sie besitzen, Sie selbst verändern kann?

□ Haben Sie Veränderungen Ihrer Gedanken, Ihrer Gefühle, Ihrer Ziele und Ihres Verhaltens

wahrgenommen?

□ Wurden Ihnen Veränderungen in Ihrem Verhalten von anderen Parteimitgliedern zurückgespiegelt?

 

Die Basisdemokratische Partei Deutschland nimmt die Frage der Macht und ihrer Begrenzung ernst und setzt entsprechende strukturelle Mechanismen ein, die eine kontinuierliche Reflexion über Macht-konzentrationsprozesse ermöglichen. Während andere Parteien sich derzeit sukzessive von

basisdemokratischen Ansätzen lösen und innerparteiliche Machtkonzentration auf Führungsebene zulassen, erkennen wir mehr denn je die Notwendigkeit und den Zusammenhang von ba- sisdemokratischer Konsensbildung innerhalb der Partei und demokratischer Kontrolle von Politik im Außen.

Machtbegrenzung als eine der tragenden Säulen dieser Partei wird demnach zunächst innerparteilich

umgesetzt und sodann als politisches Ziel für eine dringend notwendige Stärkung unserer Demokratie ins Außen getragen.


Basisdemokratische Partei Deutschland - die BASIS

Gegründet im Juli 2020, ist die BASIS eine junge und freiheitliche Partei. Sie ist dem Grundgesetz, der

Selbstbestimmung und der sozialen Gerechtigkeit verpflichtet und getragen von der Überzeugung, dass der politische Wille der Bürgerinnen und Bürger endlich unmittelbar und kontinuierlich in den Parlamenten zum Ausdruck gebracht werden muss.

 

Die BASIS ist eine Partei im Aufbau, deren politische Grundsätze und Themen noch im Entstehen begriffen sind. Wichtig ist jedoch: sie hat sich die Struktur der vier Säulen gegeben, auf denen ihre Politik fußt und sich basisdemokratisch entwickelt.

Diese Säulen heißen Freiheit, Machtbegrenzung, Achtsamkeit und Schwarmintelligenz: Die Freiheitsrechte schützen uns und garantieren Vielfalt. Sie sind die wichtigsten Grundrechte und können nur erhalten werden, wenn Macht transparent gemacht und begrenzt wird. Hierzu ist Achtsamkeit nötig - im politischen Geschehen wie auch im Umgang mit sich selbst und mit Anderen. Auf dieser Grundlage baut die BASIS auf die Schwarmintelligenz, das heißt, auf die Intelligenz der Vielen, die im freien und achtsamen Zusammenwirken die menschlichsten und nachhaltigsten Lösungen findet.