Ordnungsamt und Polizei mit völlig unverhältnismäßigem Einsatz gegen Tänzer


Seit dem 1.Advent vergangenen Jahres treffen sich auf dem Baltikplatz in Kühlungsborn Menschen, um gemeinsam den Jerusalema-Dance zu tanzen. Es geht darum, sich an der frischen Luft zu bewegen und dem „social distancing“ der Regierung entgegenzuwirken. Einfach gesagt: um ein menschliches Miteinander, wenigstens an einem Nachmittag in der Woche.

Auch viele ältere Damen und Herren ziehen die Begegnungen an. Es gibt ihnen ein Stück Lebensfreude zurück, so der Tenor vieler Anwesender.

Leider gibt es Verordnungen der Landes-regierung und Mitmenschen, die auf die strikte Einhaltung dieser bestehen, wie sinnfrei und ggf. rechtswidrig diese Verordnungen auch seien mögen. Es gibt ja wieder eine regelrechte Blockwart-Mentalität in unserem Land.

Nun wird Seitens der Ordnungsbehörden  seit Sonntag dem 28.2. „Durchgegriffen“. Die Menschen wurden nun aktiv an ihrer Bewegung gehindert. Von willkürlich ausgewählten Personen wurden die Personalien aufgenommen. Eine 91 jährige Dame empörte sich gegenüber der Polizei, ob man ihr auch noch das letzte bisschen Lebensfreude nehmen wolle.

Am vergangenen Wochenende wurden nun 14 Einsatzfahrzeuge der Polizei zum besagten Zeitraum gezählt. Man könnte den Eindruck haben, am Sonntag  Nachmittag ziehen kriminelle Banden durch den beschaulichen Küstenort. Eine Verhältnismäßigkeit darf wohl in Frage gestellt werden.

Die Menschen wollen sich aber das Tanzen und soziale Kontakte nicht verbieten lassen, so daß auch in Zukunft der  Jerusalema-Dance zelebriert wird.